
Eine Landschaft, die der Rhein selbst geschaffen hat
Wer an der Rheinbude sitzt, sieht mehr als nur den Rhein. Direkt vor unserer Tür beginnt eine der schönsten und außergewöhnlichsten Naturlandschaften Düsseldorfs: die Urdenbacher Kämpe. Eine Landschaft aus alten Obstwiesen, Feuchtwiesen, Auenwäldern und weiten Rheinwiesen – mitten im Natur- und Wasserschutzgebiet.
Die Rheinbude liegt genau hier. Rund zwei Kilometer vom nächsten Wohngebiet entfernt, mitten in einer Landschaft, in der man schnell vergisst, dass man sich eigentlich noch im Düsseldorfer Stadtgebiet befindet.
Als der Rhein noch ganz woanders floss
Die Urdenbacher Kämpe erzählt eine Geschichte, die weit zurückreicht. Der Rhein verlief hier früher ganz anders und machte eine große Schleife durch die Landschaft. Nach einem großen Hochwasser im 14. Jahrhundert verlagerte er sein Flussbett – zurück blieb der Urdenbacher Altrhein.
Auch Haus Bürgel erzählt diese Geschichte. Bereits in der Römerzeit stand hier ein Kastell direkt am Rhein. Das Verrückte daran: Damals lag Haus Bürgel noch auf der anderen Rheinseite. Erst als der Rhein sein Bett verlagerte, lag das ehemalige Römerkastell plötzlich auf der rechten Rheinseite.
Obstwiesen, Tiere und eine Landschaft voller Leben
Die Urdenbacher Kämpe ist eine der letzten großen, naturnahen Rheinauenlandschaften der Region. Alte Streuobstwiesen, Feuchtwiesen, Wasserlandschaften und Reste von Auenwäldern bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen besonderen Lebensraum.
Mit etwas Glück begegnet man hier Feldhasen, Wildkaninchen, Fasanen oder Greifvögeln wie Mäusebussard und Turmfalke und Störche machen jeden Spaziergang ein bisschen anders. Besonders schön sind die alten Obstwiesen. Im Frühjahr verwandeln sie die Kämpe in ein Blütenmeer, im Sommer wird die Landschaft grün und wild und im Herbst hängen die Früchte an den alten Bäumen.
Ein Stück ursprünglicher Rhein
Die Urdenbacher Kämpe zeigt noch heute, wie eng Landschaft und Rhein miteinander verbunden sind. Hier gibt es noch Überschwemmungsflächen, Auen und Bereiche, die bei Hochwasser überflutet werden dürfen. Die Landschaft gibt dem Wasser Raum – und genau das macht sie ökologisch so besonders. Und während die Kölner ihren Rhein bekanntlich an vielen Stellen ordentlich begradigt und in Form gebracht haben, dürfen wir hier noch erleben, wie eine ursprüngliche Rheinlandschaft aussieht. Ob wir deshalb einfach die schönere Rheinseite haben? Darüber kann man sich gerne bei einem kalten Getränk in der Rheinbude streiten.





Wandern und Radfahren direkt ab Rheinbude
Die Rheinbude ist ein perfekter Ausgangspunkt, Zwischenstopp oder das Ziel für einen Ausflug durch die Urdenbacher Kämpe. Die Wege sind überwiegend flach und führen durch Obstwiesen, entlang alter Rheinarme und immer wieder direkt am Wasser entlang.
Kleine Runden durch die Kämpe
Spaziergänge und leichte Wanderungen in der Urdenbacher Kämpe auf Komoot.
Zur Tour auf Komoot
ca. 10 km · ca. 2 Stunden · Einfach
Eine abwechslungsreiche Runde durch die Kämpe, vorbei am Urdenbacher Altrhein, Haus Bürgel, Streuobstwiesen und mit schönen Blicken auf den Rhein.
Mit dem Fahrrad durch die Rheinauen
Zur großen Kämpe-Runde auf Komoot
ca. 15-35 km · Einfach bis Mittel
Die flachen Wege entlang des Rheins und durch die Kämpe eignen sich perfekt für entspannte Fahrradtouren. Wer möchte, kann die Tour auch mit einer Überfahrt über den Rhein verbinden.
Motorrad-Touren
Radtouren und Highlights in der Urdenbacher Kämpe auf Komoot
Auch für Motorradfahrer ist die Rheinbude ein beliebter Zwischenstopp auf einer Tour entlang des Rheins. Und direkt vor der Rheinbude legt die Fähre an und verbindet die beiden Rheinseiten.
Erst raus in die Natur – dann rein in die Rheinbude.
Ob Wandern, Radfahren, Motorradfahren oder einfach nur ein Spaziergang durch die Kämpe – die Rheinbude ist der perfekte Ort für eine Pause.
Erst durch Obstwiesen und Rheinauen. Vielleicht mit der Fähre über den Rhein. Und am Ende: Im Sommer Sand unter den Füßen und ein kaltes Getränk in der Hand. Im Winter ein Heißgetränk, muckelig warm drinnen und trotzdem mit fantastischer Aussicht.